Gunnar Hämmerle

Liebe Naturgenossen,

es ist einfach toll, die faszinierten Menschen zu sehen, welche in unseren blühenden Landschaften entrückt flanieren, viele Fotos schießen und neugierig die duftenden Blüten des von uns aus der Taufe gehobenen  Naturgartens inspizieren und bestaunen.

Eine dieser beeindruckten Menschengruppen vom letzten Jahr war die fachkundige bayerische Landschaftsgarten-Jury, welche danach gleich den Prinz-Eugen-Park zu Bayerns  „Gewinner des Bayerischen Landschaftsarchitektur-Preises 2022“ kürte:
https://www.bdla.de/de/bayerischer-landschaftsarchitektur-preis/2022/gewinner_2022 

Hier ein Auszug aus der Festschrift:

„Die unversiegelten Flächen der Gemeinschaftsbereiche wurden in Zusammenarbeit mit den Naturgartenplanern Dr. Reinhard Witt und Katrin Kaltofen als artenreiche Wildstaudenbeete mit solitären Wildgehölzen ausgearbeitet. Auf den Freiflächen und Dächern wurde konsequent mit heimischen Wildpflanzen auf drei Ebenen nach dem Konzept der Naturgartenidee gearbeitet. Insgesamt wurden mehr als 300 verschiedene heimische Stauden- und Gehölzarten eingesetzt. Bei den flächigen Ansaaten ist heimische Vielfalt ebenfalls das oberste Prinzip. Die artenreichen Mischungen für Blumenrasen, Wildblumenwiesen, Wildblumensäume, Staudenbeete und Biodiversitätsdächer enthielten jeweils 60-70 Pflanzenarten. Die Saatgut-Mischungen wurden den durch Substrat und Exposition vorgegebenen Standorten angepasst. Zusätzlich wurden über 50 verschiedene Arten von Blumenzwiebeln eingesetzt.

Die Pflanzung sowie die Entwicklungs- und Dauerpflege führen die Naturgartenplaner gemeinsam mit den Anwohnern durch. So verstetigt sich das Wissen um die Pflanzen und Symbiosen mit Tierarten und erfüllt zugleich umweltpädagogische Zwecke: eine Staude, die man selber pflanzt und pflegt wird nicht zertrampelt oder gepflückt.

Auch beim Spielplatzbau wurden hauptsächlich naturnahe Materialien verwendet. Zusammen mit der projekt spielart GmbH wurde ein individueller Spielplatz mit zahlreichen Klettermöglichkeiten und Balancierangeboten gemeinsam mit den Bewohnern entworfen und dann gebaut.

Die Dachflächen über dem 5. OG bieten neben gemeinschaftlich nutzbaren Terrassenflächen auch Raum für den privaten Gartenbau. So wird das Gemüse für den Eigenbedarf auf dem gemeinschaftlichen Dachgarten (mit Gewächshäusern zur Verlängerung der Erntezeit) gezogen.