Hier haben wir versucht die wichtigsten Fragen rund um unser Projekt zusammenzutragen und zu beantworten.

Here you can find an English translation of our frequently asked questions.

Genossenschaft

Was ist eine Genossenschaft?

Eine Genossenschaft ist zunächst ein Wirtschaftsunternehmen (Kapitalgesellschaft). Der wichtigste Unterschied zu allen anderen Unternehmensformen ist das Demokratieprinzip: Jedes Mitglied hat eine Stimme unabhängig von seinem Kapitaleinsatz.

Außerdem gilt für unsere Genossenschaft:

  • Träger und Nutzer der Genossenschaftsleistung sind identisch (jeder Bewohner ist Mitglied).
  • Die Genossenschaft arbeitet kostendeckend. Die Genossenschaft dient nicht der Kapitalmehrung, sondern der Sicherung preiswerten Wohnraums.
  • Die Genossenschaft ist nicht nur Wirtschaftsunternehmen sondern auch Sozial- und Kulturgemeinschaft. Unser Ziel ist ein nachbarschaftliches Wohnumfeld anstatt der heute häufig zu findenden Großstadt-Anonymität. Wir orientieren uns bei der Gestaltung unseres Wohnprojekts nicht nur an wirtschaftlichen sondern auch an sozialen Kriterien.
  • Die Leitung der Genossenschaft wird doppelt kontrolliert: Zum einem vom Aufsichtsrat, einem Gremium, das aus den Mitglieder gewähllt wird. Außerdem ist jede Genossenschaft Mitglied in einem Prüfungsverband, der die Genossenschaft regelmäßig umfassend prüft. Dadurch ist eine Genossenschaft eine besonders stabile und sichere Unternehmensform.

Bieten Sie Wohnungen zur Miete oder zum Kauf an?

Mit der Genossenschaft realisieren wir einen Mittelweg aus Miete und Eigentum. Alle Mitglieder sind Miteigentümer der Genossenschaft und die Genossenschaft ist Eigentümer des Hauses, das durch die Mitglieder genutzt wird.

Was ist der Unterschied zwischen einer Genossenschaftswohnung und einer Mietwohnung?

GENossenschaft Mietwohnung
unkündbar Eigenbedarfskündigung, „Entmietung“, „Zermürbungstaktik“
dauerhaft zum Selbstkostenpreis Staffelmiete, Mieterhöhung, „Luxussanierung“
Mitbestimmung
nachbarschaftliches Umfeld ?
Einrichtungen mit Gemeinschaftsnutzen (Werkstattraum, Car Sharing, u.a.) ?
Eigenkapital in Form von Pflichtanteilen (20-30% des Wohnungspreises) Kaution (z.B. 3 Monatsmieten)

Was ist der Unterschied zwischen einer Genossenschaftswohnung und einer Eigentumswohnung?

Genossenschaft Eigentum
Die Genossenschaft erledigt die Finanzierung. Sofern das Eigenkapital vorhanden ist, haben Sie keine Schulden. Wenn nicht, siehe: häufige Fragen Erfüllen Sie die Voraussetzungen für die Kreditvergabe? (Alter, Bonität, Sicherheiten, Einkommensnachweis)
Keine Haftung über die Pflichtanteile hinaus. normalerweise Haftung mit dem gesamten Privatvermögen
Kündigung und Auszug wie bei einer Mietwohnung. Pflichtanteile werden zum Nennwert zurückerstattet. Sie müssen/wollen ausziehen: Aufwand und ggf. zusätzliche Kosten für Verkauf der Wohnung und die Rückführung des Kredites?
Vergünstigter Grundstückspreis durch Programm „Konzeptioneller Mietwohnungsbau Hohe Grundstückskosten (falls frei finanziert)
(bei Erstbezug) Mitsprache auch bei der Wohnungsgestaltung unter Berücksichtigung des Gemeinschaftsinteresses (z.B. Wiedervergabe der Wohnung) Weitgehende Gestaltungsmöglichkeiten, Wiederverkaufsmöglichkeit liegt in der Verantwortung des Eigentümers
Die Genossenschaft schafft nachhaltig bezahlbaren Wohnraum und schließt Spekulationen und Verdrängung u.a. dadurch aus, dass das Grundstück unter normalen Umständen nicht verkauft wird sondern dauerhaft im Bestand bleibt. Möglichkeit, die Wohnung mit Wertsteigerung zu verkaufen (aber auch das Risiko eines Wertverlustes besteht).

Kann ich meine Wohnung verkaufen?

Sie erwerben ein Nutzungsrecht aber kein Eigentum an der Wohnung, die Sie bewohnen und können sie daher nicht verkaufen. Wenn Sie ausziehen möchten, können Sie Ihre Genossenschaftsanteile kündigen und erhalten deren Nennwert.

Kann ich meine Wohnung vererben/ übertragen?

Genossenschaftsanteile sind vererb- und übertragbar, nicht aber die Dauer der Mitgliedschaft oder die Mitgliedsnummer. Eine Wohnung kann nicht direkt an Erben oder Begünstigte übertragen werden. Vielmehr müssen diese die Vergabekriterien erfüllen.

Wie bekomme ich eine Wohnung? Wie werde ich Mitglied?

Wohnungen werden nur an Mitglieder vergeben. Die Dauer der Mitgliedschaft ist ein wichtiges Vergabekriterium.

Wir empfehlen, einen unserer Infoabende zu besuchen, bevor Sie in die Genossenschaft eintreten aber das ist keine Bedingung.

Wenn Sie Mitglied werden möchten, finden Sie die entsprechenden Dokumente unter Downloads.

Senden Sie die Beitrittserklärung unterschrieben per Post an uns zurück.

Überweisen Sie die Summe für einen Pflichtanteil in Höhe von € 1000,- sowie € 500,- Eintrittsgeld an folgende Bankverbindung (steht auch unten auf der Beitrittserklärung):

Inhaber: Bürgerbauverein München BbvM eG
IBAN: DE77 6005 0101 0405 0264 38
BIC: SOLADEST600

Das Eintrittsgeld wird für unsere laufenden Kosten verwendet. Der erste Pflichtanteil bildet zusammen mit wohnungsbezogenen Pflichtanteilen Ihr Eigenkapital, wenn ihnen eine Wohnung zugeteilt wird. Der Pflichtanteil wird bei Austritt zurückerstattet.

Nach Eingang von Beitrittserklärung und Zahlung erhalten Sie eine Bestätigung per E-Mail und per Post, die auch Ihre Mitgliedsnummer enthält.

Bitte senden Sie uns auch das Formular zur Mitteilung des Wohnungbedarfs zu. Es dient zur Einschätzung des Wohnungbedarfs unserer Mitglieder, ist jedoch noch keine Wohnungsbewerbung. Dieses Formular können Sie auch per E-Mail übermitteln.

 

Planung

Welche Wohnungsgrößen/ Grundrisse können Sie anbieten?

Basierend auf den Wünschen unserer Mitglieder planen wir verschiedene Wohnungsgrößen und -Formen mit 1-5 Zimmern mit Balkonen oder Terrassen und im EG Gartenanteilen.

Wohnungsgrößen für Wohnungen nach EOF und München Modell richten sich grundsätzlich nach den Regelungen für den geförderten Wohnungsbau (Nr. 22 WFB 2012 – zu finden z.B. unter http://gesetze-bayern.de/Content/Document/BayVwV257523-32#BayVwV257523-77). Im Sinne eines sparsamen Wohnflächenverbrauchs werden die dort vorgegebenen Werte auch bei der Gestaltung der frei finanzierten Wohnungen Sie eingehalten.

Sollten Sie bis zum Einzug Familienzuwachs erwarten, kann die erwartete Haushaltsgröße zum Zeitpunkt des Einzugs berücksichtigt werden.

 

Finanzielles

 

Förderungen (EOF, München Model)

Was bedeutet EOF, München Modell oder KMB?

Einkommensorientierte Förderung (EOF), München Modell und Konzeptioneller Mietwohnungsbau (KMB) sind Wohnbauförderprogramme für verschiedene Einkommensgruppen, die für bezahlbaren Wohnraum in München sorgen sollen. In allen Programmen werden Bauherren unterstützt, wenn diese sich im Gegenzug an Höchstmieten binden, die Wohnungen dauerhaft nicht verkaufen und nur an Bewohner mit entsprechender Berechtigung vergeben.

EOF I München Modell KMB
monatliches Nutzungsentgelt pro m² 5,90 €* 11,25 € 13,00 € (für das Projekt Prinz-Eugen-Park)
Einkommensgrenze Bruttojahreseinkommen**
Beispiel: 3 köpfige Familie mit 1 Kind
ca. 33.200 € ca. 80.000 € keine Einkommensgrenze
Mindest- Wohn- oder Arbeitsdauer in Wohnsitz in München 3 Jahre
München
mit Kind 1 Jahr München oder
umliegende Landkreise
keine Bedingungen
erneute Antragstellung nach 36 Monaten einmaliger Erstantrag ohne spätere Überprüfung keine Antragstellung erforderlich

* Mietzuschuss in voller Höhe aus dem EOF-Programm ist bereits eingerechnet
** unverbindlicher Näherungswert für den Jahresbruttoverdienst

Die Einkommensgrenzen für München Modell wurden ab 2017 erhöht:

MueMo_EKGrenzen_2017

Quelle: Wohnungspolitisches Handlungsprogramm „Wohnen in München VI“, Seite 31

Informationen des Sozialreferats der LH München zu EOF und zu den Einkommensgrenzen (PDF) Webseite der LH München zum München-Modell Antragsformulare zum Download Webseite der LH München zu KMB

 

Bauweise

 

Sonstiges

Gibt es Pläne für andere Stadtteile?

Im Moment konzentrieren wir uns auf unser Vorhaben im Prinz-Eugen-Park.

In den nächsten Jahren wird die Stadt München weitere Bauflächen für Genossenschaften in Freiham und Freimann ausschreiben (siehe http://www.mitbauzentrale-muenchen.de/wo-bauen.html). Sehr wahrscheinlich werden wir uns auch an diesen Ausschreibungen beteiligen.